Mobile Device Management ist längst kein Nischenthema mehr. Sobald ein Unternehmen mehr als zehn Geräte im Einsatz hat, stellt sich die Frage: Wie behalten wir die Kontrolle, ohne den IT-Aufwand zu verdoppeln? Jamf und Microsoft Intune sind die zwei meistdiskutierten Antworten auf diese Frage – und beide sind gut. Die Entscheidung hängt davon ab, welche Geräte Sie verwalten und wie Ihre IT-Infrastruktur aufgebaut ist.
Was ist Mobile Device Management?
MDM-Software erlaubt es IT-Abteilungen, Smartphones, Tablets und Computer zentral zu verwalten: Apps verteilen, Sicherheitsrichtlinien durchsetzen, Geräte aus der Ferne sperren oder zurücksetzen, Updates steuern. Ohne MDM bedeutet jedes neue Gerät manuellen Aufwand; mit MDM wird das Onboarding zur automatisierten Routine.
Jamf: Der Spezialist für Apple
Jamf wurde 2002 als reine Mac-Management-Lösung entwickelt und ist heute die führende MDM-Plattform für Apple-Geräte weltweit. Das zeigt sich in der Tiefe der Integration: Jamf kennt jeden Aspekt von macOS, iOS, iPadOS, tvOS und visionOS – inklusive aller Apple-spezifischen Sicherheitsfunktionen, Deployment-Programme und Business-Manager-Schnittstellen.
Jamf Pro ist die Enterprise-Lösung für große, komplexe Umgebungen. Jamf Now eignet sich für kleinere Unternehmen ohne dedizierte IT-Abteilung – unkompliziert, cloudbasiert, günstig. Jamf School ist speziell auf Bildungseinrichtungen zugeschnitten.
Stärken von Jamf: Tiefste Apple-Integration, Zero-Touch-Deployment via Apple Business Manager, granulare Richtlinien auf Betriebssystemebene, starke Community und Zertifizierungsprogramm, On-Premise-Option für datensensitive Organisationen.
Schwächen von Jamf: Deckt Android und Windows nicht oder nur eingeschränkt ab. Für gemischte Umgebungen braucht man eine zweite Lösung.
Microsoft Intune: Der Generalist für gemischte Umgebungen
Intune (heute Teil von Microsoft Endpoint Manager) ist Microsofts cloudbasierte MDM/UEM-Plattform. Sie verwaltet Windows, Android, iOS, iPadOS und macOS von einer einzigen Konsole aus – und ist für Unternehmen, die bereits Microsoft 365 nutzen, oft schon in der Lizenz enthalten.
Stärken von Intune: Nahtlose Integration in die Microsoft-365-Welt (Azure AD, Teams, SharePoint), kosteneffizient für bestehende M365-Kunden, plattformübergreifend aus einer Hand.
Schwächen von Intune: Apple-spezifische Funktionen wie bestimmte macOS-Konfigurationsprofile oder neuere Apple-Deployment-Features werden oft erst mit Verzögerung unterstützt. Die Bedienoberfläche ist komplex und setzt IT-Kenntnisse voraus.
Direkte Gegenüberstellung: Wann was?
- Rein Apple-basierte Unternehmensumgebung — Jamf – tiefste Integration, bestes Apple-Deployment-Erlebnis
- Microsoft-365-Umgebung mit Windows-Mehrheit + einigen Macs/iPhones — Intune – bereits in der Lizenz, eine Konsole für alle
- Gemischte Umgebung, Apple-first — Jamf für Apple + Intune für Windows (beide laufen parallel)
- Bildungseinrichtung mit iPads — Jamf School – spezifisch entwickelt, mit Classroom-Management
- KMU ohne IT-Abteilung, nur Apple — Jamf Now – einfach, günstig, cloudbasiert
Was kommt nach der Entscheidung?
Die Auswahl der richtigen Lösung ist erst der Anfang. Die eigentliche Arbeit liegt in der korrekten Einrichtung: Enrollment-Prozesse definieren, Richtlinien entwickeln, Mitarbeitende schulen und die Lösung dauerhaft warten. Denkform ist zertifizierter Jamf-Partner (Jamf Expert, Admin und Tech) und unterstützt Unternehmen bei Auswahl, Einführung und laufendem Betrieb beider Plattformen.
Haben Sie Fragen zu Ihrer konkreten Situation? Wir beraten Sie unverbindlich.
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